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VEREIN
MEDIZINISCHE NOTHILFE ALBANIEN - PROJEKTBESCHREIBUNGEN
Die Situation in Albanien
Nach dem Sturz der Diktatur im Jahr 1991 war das Land
lange Zeit nicht zur Selbsthilfe fähig. Aufstände, zuletzt in 1997, zerstörten
Lebensgrundlagen. Zwar ist die Wirtschaft inzwischen angekurbelt, aber wichtige
Bereiche sind nach all den Jahren noch nicht in Gang gekommen, z.B. der
Bergbau. Im Kampf um das Herz der Albaner steht der
christliche Glaube in Konkurrenz zum Islam, und auch der Materialismus schläft nicht.
Im Gesundheitswesen fehlen weithin Mittel und Motivation, die Versorgung der
Menschen, besonders in den Dorfregionen, zu verbessern. Die Mitarbeiter werden schlecht bezahlt, also legen
die Patienten fürs Nötigste noch drauf. An Fortbildungen besteht ein großer Bedarf. Mangels
wichtiger Diagnostik- und Therapieverfahren gibt es für viele Krankheiten keine Hilfe.
Behandlungen im Ausland können nur in Einzelfällen finanziert werden. Viele
werden und bleiben hilflos chronisch krank oder sterben sogar an heilbaren
Erkrankungen. Welcher Dienst kann in diese Nöte hineinwirken?
MNA Die MNA (Medizinische Nothilfe Albanien)
hat zum Ziel, zusammen mit anderen Hilfsorganisationen und den albanischen
Institutionen auf ein funktionierendes Gesundheitswesen hinzuarbeiten. MNA wurde 1993 als Projektgruppe von
CHRISTEN IM GESUNDHEITSWESEN gegründet und im Oktober 1996 als gemeinnütziger
Verein beim Amtsgericht Dresden eingetragen. 1998 wurde der MNA die
Mildtätigkeit zuerkannt.
Abgeschlossene
MNA-Projekte:
Optikwerkstatt Nach mehreren Kurzzeiteinsätzen und einem
Jahreseinsatz seitens deutscher Augenoptiker konnte eine Optikwerkstatt in
Pogradec/Südalbanien 1997 in albanische Hände übergeben werden. ca.1000 € pro Jahr
Unterstützung durch MNA, für Maschinen
und Werkzeuge.
Zahnarztprojekt Nach jahrelangen Einsätzen durch eine
deutsche Zahnärztin, vor allem zur Vorsorgeuntersuchung von Kindern, wurde die
Arbeit in die Hand einer albanischen Zahnärztin übergeben, für die eine Praxis
aufgebaut wurde. Sie bräuchte außerdem eine mobile Ausrüstung, um von Zeit zu
Zeit dahin zu gehen, wo es keine Zahnärzte gibt: in die Bergdörfer. Zum Kauf einer mobilen
Container - Zahnarztpraxis inkl. Fahrzeug benötigen wir ca. 60 000 €. Mit dieser
mobilen Einheit können auch entlegene Bergdörfer erreicht werden.
Pflegeprojekt Von Frühling 2003 bis Frühling 2005
wurden in zwei einjährigen Kursen insgesamt 12 Frauen zu Krankenpflegehelferinnen
ausgebildet. Die Ausbildung erfolgte überwiegend von
deutschen Fachkräften in 2-3wöchigen Kursen. Jede Unterrichtseinheit wurde mit
einer Prüfung abgeschlossen. Alle 12 ausgebildeten Frauen haben derzeit
eine Beschäftigung! Zumeist sind sie bei befreundeten Organisationen im
Pflegedienst angestellt. Eine junge Frau wurde im MNA - Orthopädieprojekt angestellt.
Laufende
MNA-Projekte:
Kurzzeiteinsätze In Kurzaufenthalten kamen und kommen
immer wieder deutsche medizinische Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen zum
Einsatz. Dabei werden unsere Partner, überwiegend in in der Region Pogradec,
personell und materiell in ihrer Arbeit unterstützt.
Orthopädieprojekt
(MNA Qendra Orto - Protetike Pogradec) Am 3.10. 05 konnte nach zweijähriger
Vorbereitung in Pogradec unsere orthopädietechnische Werkstatt eröffnet werden.
Diese dient zur Herstellung von Prothesen und anderen orthopädischen
Hilfsmitteln. Die deutsche MNA - Orthopädietechnikerin Anke Nicolaus leitet das
Projekt vor Ort. Mit dieser langfristig angelegten Arbeit soll der Grundstein
für ein Rehabilitationssystem in Albanien gelegt werden. Es ist für das ganze
Land erst die zweite Werkstatt dieser Art, die andere ist in der Hauptstadt
Tirana.
Kurzfristige
Ziele - Versorgung von behinderten Menschen in
der Region Pogradec. - Versorgung von nordalbanischen
Minenopfern in Kooperation mit der UNO. - Einstellung einer im Ausland
ausgebildeten Physiotherapeutin zur Unterstützung der Rehabilitations-
Maßnahmen. - Organisation von Kurzzeiteinsätzen
ausländischer Rehabilitationsfachleute innerhalb der Arbeit der
orthopädietechnischen Werkstatt.
Mittelfristige
Ziele - Ausbildung albanischer Mitarbeiter zu
Orthopädietechnikern im deutschen Dualen Ausbildungssystem (mit nationaler
und internationaler Anerkennung) - Aus- und Fortbildung zukünftiger
albanischer Rehabilitationsfachleute (Rehabilitationsärzte,
Orthopädietechniker, Physiotherapeuten, Pflegehelferinnen...) - Bau eines Rehabilitationszentrums zur
ganzheitlichen Rehabilitation an Körper, Geist und Seele: - Orthopädietechnische,
physiotherapeutische und ergotherapeutische Abteilung, - Psychologische und seelsorgerliche
Betreuung, - Schulische und berufliche Ausbildung
Behinderter, - Unterkunftsmöglichkeiten für Behinderte. Zur Zeit leben und arbeiten unsere
Mitarbeiter in gemieteten Räumen, was erhebliche Ausgaben mit sich bringt und
keine Lösung auf lange Dauer ist. Zur Errichtung eines eigenen Zentrums
brauchen wir großzügige Unterstützer, da die Kosten in Albanien schon ähnlich
hoch wie in Deutschland sind.
Langfristige
Ziele - Übergabe des Rehabilitationszentrums in
albanische Hände. - Multiplikation des Projekts in
verschiedene Regionen Albaniens. - Universitäre Ausbildung von
Orthopädietechnikern und Physiotherapeuten an der Universität Tirana. -
Entwicklung und Produktion orthopädietechnischer
Komponenten in Albanien. - Erreichen der Integration behinderter
Menschen in die albanische Gesellschaft. - Staatliche Unterstützung der
Behinderten.
Kosten
OT- Werkstatt : Budget 2007 Miete,
Material und Löhne ca. 35 000€ Landkauf zum Errichten
einer Rehabilitationsklinik ca. 40 000€. Rehaklinik: Gebäude und
Einrichtung ca. 180 000€
Wir wollen Hilfe weitergeben, die nicht
nur zur Selbsthilfe führt, sondern zur Multiplikation. Unsere Arbeit beruht auf
christlichen Grundwerten.
Balingen,
im Januar 2006, Matthias Roller
(Orthopädietechnikermeister) für den
ganzen MNA-Vorstand.
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