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Albanien
Die Situation in Albanien
Nach dem Sturz der Diktatur im Jahr 1991 war das Land lange
Zeit nicht zur Selbsthilfe fähig. Aufstände, zuletzt
in 1997, zerstörten Lebensgrundlagen. Zwar ist die Wirtschaft
inzwischen angekurbelt, aber wichtige Bereiche sind nach all den
Jahren noch nicht in Gang gekommen, z.B. der Bergbau.
Gestern und Heute vereint
Im Kampf um das Herz der Albaner steht der christliche Glaube
in Konkurrenz zum Islam, und auch der Materialismus schläft
nicht. Im Gesundheitswesen mangelt es an Mitteln und Motivation,
um die Versorgung der Menschen, besonders in den Dorfregionen,
zu verbessern. Die Mitarbeiter werden schlecht bezahlt, also legen
die Patienten fürs Nötigste noch drauf. An Fortbildungen
besteht ein großer Bedarf. Mangels wichtiger Diagnostik-
und Therapieverfahren gibt es für viele Krankheiten keine
Hilfe. Behandlungen im Ausland können nur in Einzelfällen
finanziert werden. Viele werden und bleiben hilflos chronisch
krank oder sterben sogar an heilbaren Erkrankungen. - Welcher
Dienst kann in diese Nöte hineinwirken?
Der Barmherzigkeitsdienst
Diese Art des Dienstes ist Grundlage unserer Arbeit. Wir begegnen jedem Menschen im Namen Jesu, der ihn liebt und der uns gesandt hat mit den Worten: Heilt die Kranken und verkündet: Die Herrschaft Gottes ist nahe! Verkündigung geschieht durch Wort und barmherzige Tat, auch wenn wir vielleicht nur punktuell helfen können. Liebe in der Bibel ist es das Hauptwort, denn Gott ist Liebe. Unsere medizinische, orthopädietechnische und therapeutische Arbeit tun wir in enger Zusammenarbeit mit Christen am Ort.
In das albanische Gesundheitswesen können wir auf direktem Weg nicht so stark einwirken. Deshalb sind Parallelstrukturen notwendig, z.B. unser "Qendra Drita e Shpresës Zentrum Licht der Hoffnung", in dem ein anderer Geist herrscht. Hier sollen Albaner nicht nur Hilfe zur Selbsthilfe finden, sondern ausgebildet werden, um Hilfe weiterzugeben. Als weiterer Schwerpunkt der MNA-Arbeit finden Fortbildungsseminare im pflegerisch-therapeutischen und medizinischen Bereich statt. Hier werden Beziehungen geknüpft, ohne die kein Informationsaustausch möglich ist. Auf lange Sicht wollen wir uns fachlich wieder entbehrlich machen. Angesiedelt ist unsere Arbeit seit den ersten Einsätzen im Jahr 1994 vor allem in der Region Pogradec im Dreiländereck Albanien Griechenland Mazedonien. 1996 erfolgte in Deutschland die Vereinsgründung. Seit 2009 ist unsere Arbeit nach albanischem Recht als NGO registriert.
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